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Titel
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Bauwelt 2025.10 Stresstest Venedig
Technische Angaben
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76 S., 29,7x23,5 cm, ISBN/ISSN 0005-6855
Broschur, Offsetdruck
ZusatzInfos
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Die Bauwelt ist eine 14-täglich in der Bauverlag BV GmbH (Gütersloh) erscheinende deutsche Architektur-Zeitschrift. Das jeweils letzte Heft eines Quartals erscheint als Stadtbauwelt und widmet sich aktuellen städtebaulichen Fragestellungen. Die Bauwelt existiert seit 1910 und hat ihren Sitz in Berlin. Sie erschien 2009 in einer Druckauflage von ca. 12.000 Exemplaren und verfügt über den größten Stellenmarktteil aller deutschsprachigen Architekturzeitschriften.
Belastungsproben in Venedig
Böden werden aufgerissen, und damit wird die Frage nach dem Materialverbrauch beim Bauen gestellt. Von Hand gefertigte Skulpturen prangern den Verlust der Wertschätzung für das Handwerk an. Hunderte auserwählte Pflanzen sollen beweisen, dass der richtige Einsatz der Natur in der gebauten Umwelt ihren Beitrag leisten kann. Eine klassische Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Ansätze setzt sich mit der Frage des Wohnens auseinander und liefert neue Erkenntnisse. Hitze, Lärm und Bilder simulieren, was passiert, wenn wir nicht handeln, und die Besucherinnen und Besucher werden es am eigenen Leib spüren – und mit vielen Erkenntnissen und Eindrücken wieder aus der Lagunenstadt zurückkehren.
Die 19. Architekturbiennale in Venedig mit dem diesjährigen Titel „Intelligens. Natural. Artificial. Collective“ ist eröffnet und präsentiert ein breites Themenspektrum. Wie in den vergangenen Jahren haben wir uns im Vorfeld auf die Suche nach den Beiträgen in der Hauptausstellung und den 66 Länderpavillons gemacht. Was treibt wen in diesem Jahr um, was plant Carlo Ratti als oberster Kurator, was verbirgt sich hinter dem Titel „Stresstest“ des Deutschen Pavillons, und warum wird es einen neuen, ständigen Pavillon in den Giardini geben? Wir haben uns ausführlich mit den kuratorischen Teams über ihre Ideen und Konzepte ausgetauscht und darüber, wie sich diese in Ausstellungen übersetzen lassen, die sich den Gästen in wenigen Minuten erschließen. Ob das gelungen ist, werden wir erst bei der Eröffnung beurteilen können –welche Themen wiederum den Diskurs bestimmen, verraten wir schon jetzt. Die Biennale wird auch in diesem Jahr ein Gradmesser dafür sein, was gerade bewegt – und welche Lösungen angeboten werden. Carlo Ratti fordert nicht weniger: „Die Architektur muss so flexibel und dynamisch werden wie die Welt, für die wir jetzt entwerfen.“
Derweil in Berlin
Ein Architekturplatz in der Hauptstadt, dessen Sanierung kürzlich fertiggestellt wurde, befindet sich in seiner Bewährungsprobe: der Gendarmenmarkt. Seine Fertigstellung scheint ebensolche Wutbürger geweckt zu haben, die einst durch das Bahnhofsumbauprojekt in Stuttgart zu Bekanntheit kamen und sich nun lautstark über zu wenig gepflanzte Bäume aufregen. Im „betrifft“ geht Ulrich Brinkmann diesem Vorwurf nach. Kleine Bemerkungen am Rande: 1. Das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ verhalf nicht nur der Bezeichnung „Wutbürger“ 2010 zum Titel „Wort des Jahres“, sondern ein Jahr später dem Begriff „Stresstest“. 2. Die Rezensionen dieser Ausgabe finden Sie ausnahmsweise bereits gleich hinter dem Thementeil.
Text von der Webseite
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Titel
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Bauwelt 2022.18 Past forward
Technische Angaben
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64 S., 29,7x23,5 cm, ISBN/ISSN 0005-6855
Broschur, Offsetdruck
ZusatzInfos
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Die Bauwelt ist eine 14-täglich in der Bauverlag BV GmbH (Gütersloh) erscheinende deutsche Architektur-Zeitschrift. Das jeweils letzte Heft eines Quartals erscheint als Stadtbauwelt und widmet sich aktuellen städtebaulichen Fragestellungen. Die Bauwelt existiert seit 1910 und hat ihren Sitz in Berlin. Sie erschien 2009 in einer Druckauflage von ca. 12.000 Exemplaren und verfügt über den größten Stellenmarktteil aller deutschsprachigen Architekturzeitschriften.
Im Juni letzten Jahres, Auslandsreisen waren nach monatelangen, coronabedingten Beschränkungen gerade wieder möglich, habe ich mir in Italien das Trainingszentrum des US Sassuolo angesehen, ein langgestreckter, abgetreppter Riegel aus dunklem Backstein, samtigem Beton und warmem Eichenholz, entworfen vom Mailänder Büro Onsitestudio (Bauwelt 14.2021). Tags zuvor hatte ich Architekt Giancarlo Floridi in seinem Mailänder Büro getroffen, der mir die Entwurfsgeschichte erzählte. Es war ein Eintauchen in historische Analogien und Bildwelten, die mir schnell deutlich machte, dass er und sein Büropartner Angelo Lunati beim Planen aus dem Vollen schöpfen: aus den Anforderungen des Programms und den Besonderheiten des Orts, aus der Baugeschichte und aus der Typologie, aber auch aus der Literaturgeschichte und aus der der Fotografie. Als Reiselektüre hatte ich „Ideas of Ambiente“ eingepackt, ein handliches Paperback, in dem Lunati die Antriebskräfte der modernen Großstadtarchitektur Mailands anschaulich herausarbeitet (ebenfalls Bauwelt 14.2021). Was das mit diesem Heft zu tun hat? Im Herbst letzten Jahres schlug Floridi mir eine Serie von Beiträgen über europäische Bauten der Nachkriegsmoderne vor, die seiner Ansicht nach bislang zu wenig Berücksichtigung im Kanon der Architekturgeschichte gefunden haben, zu Unrecht aus seiner Sicht, da sie ebenso originelle wie ungebrochen aktuelle Antworten auf Fragen von Entwurf und Planung bereit hielten. Die Idee, diese Serie in einem Thementeil zusammenzufassen, lag da nicht fern: alles Weitere ab Seite 18.
Sakral und Säkular
Wenn wir kirchliche Projekte in Sachsen vorstellen, könnte das bedeuten, sich in die Nesseln zu setzen. Kirche ist heikel und Sachsen ist heikel, schaut man auf die Nachrichtenlage. Gleichzeitig war Kirche in Sachsen während der DDR-Zeit auch ein Zufluchtort für Regimekritiker. Ein Hauch dieser Atmosphäre scheint noch in der kleinen Kirche am Leipziger Stadtrand zu hängen, in Zuckelhausen. Jüngst haben die Architekten Irlenbusch von Hantelmann sie erweitert.
Gebaut wird in der Kombination Sachsen und Kirche derzeit fleißig, und dabei recht anspruchsvoll. Das beweisen nicht zuletzt acht im diesjährigen Wettbewerb um den Sächsischen Staatspreis für Baukultur nominierte Projekte zum Thema. Neben der neuen Sakristei in Zuckelhausen zeigen wir zwei dieser Nominierungen: Den Umbau vom Haus der Kathedrale in Dresden durch Alexander Poetzsch Architekten und den Wiederaufbau der Kirche in Canitz bei Riesa von Peter Zirkel Architekten – letztere wurde im Verfahren mit einer Anerkennung gewürdigt.
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